Bioenergiedörfer Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Musterdorf / Wertschöpfung

Als Musterdorf wird eine kleine Gemeinde mit 150 Gebäuden und 400 Einwohnern angenommen. Der Strombedarf beträgt 450.000 kWh/a, der Wärmebedarf liegt bei 4,5 Mio. kWh/a.

Bisher ist die Energieversorgung durch den Einsatz von fossilen Energieträgern, wie beispielsweise Heizöl, geprägt. Mit einem angenommenen Heizölverbrauch von ca. 2.500 l und einem Stromverbrauch von 3.000 kWh pro Haushalt und Jahr muss das Musterdorf rund 500.000 € (Preise aus 2013) für die Energieversorgung mit Strom und Wärme aufwenden. Dieses Geld fließt aufgrund der Energieimporte zum Großteil in internationale Wirtschaftskreisläufe und steht dem Ort nicht mehr zur Verfügung.

Das Musterdorf 20 Jahre später

Angenommen, das Musterdorf investiert 14 Mio. € in den Ausbau erneuerbarer Energien-Anlagen und es entstehen während der Anlagenlaufzeit von 20 Jahren weitere Kosten in Höhe von 10 Mio. € so stehen diesem Betrag 27 Mio. € aus Einsparungen und Erlösen gegenüber.

Die abgeleitete Summe der regionalen Wortschöpfung aus allen Investitionen, Kosten und Einnahmen für das Musterdorf liegt damit bei rund 10 Mio. €. Dieses Geld verbleibt bei den aktiven Akteuren in der Region des Musterdorfes (siehe folgende Abbildung). Zusätzlich versorgt sich das Musterdorf 20 Jahre später zu 100 Prozent mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien autark. Eine Auflistung der errichteten Anlagen ist der Tabelle zu entnehmen.

Tabelle Ausbau erneuerbarer Energien im Musterdorf bis 2025
Tabelle Ausbau erneuerbarer Energien im Musterdorf bis 2025
Abbildung Regionale Wertschöpfung des Musterdorfes 2025
Abbildung Regionale Wertschöpfung des Musterdorfes 2025

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